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Berichte -
Angelbericht Ulrike und Norbert Weier
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Hechtschlepptour auf der Insel USEDOM (von Ulrike und Norbert Weier)
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Als ich im Frühjahr den Anruf von meinem langjährigen Angelfreund Torri Baumgartner bekam und er mir mitteilte, dass er heuer im Sommer wieder ca. 8 Wochen als Guide dem Team Boddenangeln zur Verfügung steht, war meine Reiselust voll entbrannt.
Durch meine zweimaligen erfolgreichen Besuche auf der Insel Rügen bei Mathias Fuhrmann, wusste ich von der Professionalität dieses Reiseveranstalters.
Ich wollte ja schon im Vorjahr eine Schlepptour auf der Ostsee buchen, habe mich dann aber wieder für eine Wurfangeltour entschieden.
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Heuer wollte ich meine Frau Ulrike unbedingt dabei haben, musste sie aber nicht überreden und schnell wurde ein Termin für Juli 2005 gefunden.
Da wir aus Österreich, in der Nähe von Linz kommen, wäre eine Anreise mit dem Auto doch etwas zu stressig gewesen, daher buchte ich einen Flug mit der Cirrus Air von München nach Rostock.
Am Dienstag den 12.Juli, um 18 30 Uhr, hob das Flugzeug pünktlich ab. Nach 1 ½ Stunden Flug und ca.1 ½ Stunden mit dem Taxidienst, sind wir in der Marina Kröslin auf Usedom angekommen.
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Wir wurden von Guide Torri sehr herzlich empfangen. Er erzählte uns, dass er in den vergangenen 3 Tagen sehr erfolgreich auf Hecht geschleppt hatte.
Die Vorfreude war riesig und die Anspannung ließ mich in der Nacht nur wenig schlafen.
Um acht Uhr morgens verließen wir die gepflegte Unterkunft direkt in der Marina, ca.50 m zum Boot entfernt. Das Restaurant, in dem wir frühstückten und zu Abend aßen, befindet sich ca. 20 m von unserem Appartement entfernt.
Gut gestärkt bestiegen wir um 9 Uhr das Boot, auf dem Torri schon alle Vorbereitungen zur Ausfahrt abgeschlossen hatte.
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Die Anfahrt zum Fischgebiet dauerte bei spiegelglatter Ostsee rund 45 Minuten. Dort angekommen, wurden sofort die beiden Sideboards zu Wasser gelassen und verschiedene Schleppköder montiert. Torri entschied sich für Rappalas im XL Format.
Nach ca. 30 Minuten konnten wir den ersten Fehlbiss verzeichnen und keine 15 Minuten später den zweiten. Ich dachte mir noch: "Das fängt ja gut an"!
Ja, und es hat nach einer weiteren Stunde schleppen wirklich gut angefangen. Ein offensichtlich guter Fisch riss ca.20m Schnurr von der Rolle, der Kontakt war viel versprechend.
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Nach weiteren 5 Minuten kam ein riesiger Hecht an die Oberfläche. Ich wollte diesen Fisch natürlich nicht verlieren und musste ein Mittelmaß beim Drillen finden. Endlich lag der Riese im Kescher. Schnell einige Fotos um den wunderschön gezeichneten Hecht nach dem Messen sofort wieder unverletzt in sein Element zurück zu setzen.
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122 cm zeigte das Maßband! Ich konnte noch gar nicht richtig realisieren was da abgelaufen war, als ich einen weiteren Biss erhielt - 100 cm geradeaus. Ich war mehr als zufrieden.
Der Urlaub war für mich von den Fangerwartungen mehr als ich erwartete. Ulrike hat ihre Künste bei der Videoproduktion bewiesen, sie hatte alles mitgefilmt und wir hatten die Aufnahmen im Kasten.
Wir sprachen dann schon von der Heimfahrt in den Hafen, als wir von einem Biss jäh unterbrochen wurden. Ein schön gefärbter Ostseehecht von 90 cm fand den Weg in den Kescher.
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Ich wollte es nicht glauben, als ca.10Min. später ein erneuter Anbiss kam. Der Widerstand war enorm. Dieser Fisch ging nicht in die Tiefe, sondern durchbrach kurz nach dem Anschlag die Oberfläche.
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Wir sahen sofort die gigantischen Ausmaße eines sehr großen Hechtes. Wieder konnte Torri einen super Fisch in den Kescher befördern.
Das Maßband zeigte über 120 cm an, genauer gesagt 123 cm. Das Fangergebnis dieses Tages waren Fische von 122 cm - 100cm - 90 cm -und 123 cm.
Wir packten unser Angelgerät zusammen und traten hochzufrieden die Heimfahrt in den Hafen an. Mathias Fuhrmann erwartete uns bereits am Steg. Ich konnte es gar nicht erwarten die Erlebnisse des Tages zu schildern.
In der Marina angekommen gingen wir mit Guide Torri und Mathias in das nahe gelegene Restaurant und genossen das vorzügliche Abendmahl. Den Tag ließen wir bei einem netten Gespräch und guter Laune ausklingen.
Die Wettervorhersage prophezeite uns für nächsten Tag etwas Wind, daher entschlossen wir uns, bereits um 5 Uhr morgens in See zu stechen.
Ich hatte mir fest vorgenommen, mich an diesem Tag mehr mit der Videokamera zu beschäftigen und Ulrike die Anbisse verwerten lasse.
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Im Fischgebiet angekommen, ließen wir mit den zur Verfügung gestellten Leihruten die Köder zu Wasser. Das Equipment war vom Feinsten, und bestand aus handgefertigten Century Armalite und RST Ruten, bestückt mit 6500 Shimano Baitrunner.
Der erste Biss lies nicht lange auf sich warten und Ulrike setzte einen herzhaften Anschlag. Durch das Display der Kamera konnte ich den Drill und die Landung des 98 cm langen Hechtes festhalten.
Kaum hatten wir den Fisch zurückgesetzt, meldete sich die nächste Rute. Wieder drillte Ulrike den Fisch, der, wie sich zeigte, nicht so schnell in den Kescher wollte.
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Nach bangen Minuten und einigen Sprüngen konnte aber auch dieser Hecht sicher gelandet werden. Das Maßband zeigte 114 cm!
Anschließend genossen wir in den 3 Stunden Beißflaute die wunderschöne Inselwelt, die von den unterschiedlichsten Vogelarten bewohnt ist.
Ein Biss durchbrach die entspannte Atmosphäre an Bord. Wir wechselten das "Arbeitsgerät" und ich kam in den Genuss des Drills.
Wieder konnte ich einen sehr schönen Hecht mit einer Länge von 108cm landen.
Kaum zurückgesetzt der nächste Fisch - 96 cm . In dieser Tonart ging es dann weiter - ein sehr kampfstarker 94 cm langer Hecht durchbrach die Oberfläche.
Schön langsam konnte ich wirklich nicht mehr glauben, wie zielsicher uns Torri zum Fisch brachte - wahrlich ein Profi in diesem Geschäft.
Wir brachen die Fischerei ab und fuhren zur nächsten Insel, wo wir unsere wohlverdiente Mittagspause bei einer herzhaften Jause verbrachten. Auf dieser kleinen Insel ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger stationiert.
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Torri kannte die freundliche Mannschaft dieses Schiffes und wir wurden sehr herzlich empfangen. Es war sehr informativ und interessant von den verschiedenen Einsätzen der Seenotretter zu erfahren.
Nach dieser kurzweiligen Pause fuhren wir wieder zum Fischen und waren voller Tatendrang.
Den nächsten Biss sollte eigentlich wieder Ulrike verwerten, es kam aber anders und sie überließ mir ehrenvoll den Vortritt, bleibt ja in der Familie ihr kurzer Kommentar.
Ihre Entscheidung brachte mir einen sehr gut kämpfenden Hecht von 118 cm.
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Ich konnte mein Glück kaum fassen, daher vereinbarten wir beim nächsten Kontakt die Seiten zu wechseln.
Nach ca.1 Stunde war es wieder so weit - Biss - Drill und Ulrike brachte den nächsten Fisch in das Boot - 117 cm war dieser Kämpfer lang!
Im Anschluss wollten wir das Glück nicht weiter strapazieren und sprachen hochzufrieden von der Heimfahrt.
Unser Vollblut-Guide Torri fragte uns, ob wir noch Platz am Videoband hätten, um die Kamera die restlichen 20 Minuten am Band durchzufilmen.
Wir waren sofort Feuer und Flamme von dieser Idee, wäre ja ein besonderes Erlebnis einen Biss life zu filmen.
Lange Rede kurzer Sinn, nach ca.10 Minuten Schleppfahrt ist es uns wirklich gelungen, einen Anbiss auf Band zu bekommen.
Leider hatten wir an diesen Tag den ersten " Aussteiger" was uns aber nicht wirklich Nahe ging nach den Erlebnissen der 2 Tage.
Fazit dieser Reise - wir kommen sicher wieder!
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