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Norwegen mit Anfangsproblemen (von Jörg Förster)
 
Irgendwann im September kamen Jens, Heiko, Steffen und Jörg auf die Idee: Angeln in Norwegen, vor allem Angelurlaub ohne Frauen.

Gesagt getan, Norwegen war gebucht vom 01.04. bis 09.04.05.

Allerdings war schon die Hinfahrt eine mittlere Strapaze, 14 Stunden Autofahrt nonstop und dann noch ca. 2 Autostunden nördlich von Trondheim. Der Polarkreis war näher als der nächste größere Angelladen.

Das gemietete Haus und das dazugehörende Boot waren OK.
 
Samstagnachmittag ging es sofort aufs Wasser Großdorsche angeln. Dank unserer Unkenntnis über die Fressgewohnheiten der Fische und den Eigenheiten des Gewässers war unser Fang an diesem Tag sehr bescheiden ausgefallen.

Am Sonntag war es nicht viel besser. Jens, den wir als unseren Norwegen - Guide ernannt haben, plagten erhebliche Selbstzweifel, die wir selbstverständlich noch aufgebaut haben.

Dann kam das Anglerglück in Form eines Holländers, Klaas.

Der zeigte uns mit seinem Boot die Angelreviere und die entsprechenden Montagen. Zielfisch: der Köhler und dann ging es los.

Mit jedem angelandeten Fisch besserte sich unsere Laune und auch Jens konnte wieder lachen.

Nach ca. 3 Stunden ging's ans filetieren und einfrosten. Uns konnte nichts mehr passieren, wir kannten die richtige Stelle, hatten uns die Montagen gebunden und waren heiß wie ein Bügeleisen aufs Angeln.

Die Voraussetzungen waren gut und wir hatten gute Fänge.

Beim Revierwechsel kam das, wovor uns Klaas gewarnt hatte, Steffen hatte auf einem 100g Pilker einen ca. 1,0m langen Dornhai gelandet.

Über Heikos Super - Schellfisch wurde gar nicht gesprochen.



Dann kam der schwarze Donnerstag. Nach anfänglich guten Köhlerfängen hatte Jörg einen Hänger (Gewicht hatte sich am Meeresgrund verfangen) und es kam wie es kommen musste, die Rute brach, auch Shimano hat seine Grenzen.

Die zweite Rute verabschiedete sich am Freitag als Steffen einen Hänger hatte. Die Stimmung litt beide Male für ca. eine Stunde.

Beim Bier am Abend und ausreichend Fisch in der Pfanne war die Sache trotz Ärgernis vergessen.

Am Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr ging es dann via Trelleborg zurück nach Greifswald.

Es war einfach eine Spitzenwoche mit dem Nebeneffekt, Jens und Heiko brauchen eine neue 50 lbs Rute und unsere Familien können Superfisch essen.

Jörg Förster
 
 
 
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