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Berichte -
Bericht "Bodybuilding am Kragvagfjord"
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| "Bodybuilding am Kragvagfjord" |
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Der ersehnte Tag war endlich da und die feinmotorigen Gummifetischisten vom Team Bodden-Angeln machten sich auf in das Land der Elchfüße, in der Hoffnung die Fischwaid auf große Seelachse möge gelingen.
Zugepackt mit 'Aldis-Besten' ging es auf die Fähre nach Trelleborg und des Nachts weiter die 1300 km bis nach Sjohus - Garten am Trondheimfjord.
An diesem idyllischen Ort wo es ständig nach Fisch, Meer und Männerfreiheit roch, wurden wir freundlich von Svjen unserem Vermieter, der übrigens hervorragend deutsch spricht empfangen und in Haus und Boote eingewiesen.
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Durch Red Bull und Muttis Kaffee waren wir alle noch ganz gut dabei und somit zog es Andi, Jörg und mich gleich raus aufs Wasser, um schnell ein paar Dorsche fürs Abendbrot zu angeln. Mathias, Dirk und Johannes kümmerten sich derweil um so unwichtige Dinge wie Sachen auspacken, Abendbrot vorbereiten usw.
Als die Schnarchwettkämpfe der ersten Nacht beendet waren (das goldene Fichtenmoped dieser Tour erhielt übrigens Dirk), ging es mit den seetüchtigen Booten raus in den malerischen Schärengarten um die Insel Storfosna.
Wir konnten einige gute Fische landen, waren aber doch etwas enttäuscht mit dem Start der Angelwoche.
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Am Abend des zweiten Tages ging es dann langsam los, wir hatten das Revier intensiv mit dem Echolot analysiert und einige GPS-Punkte gesetzt, da krachte es in Dirks Rute und ein Köhler von 17 Pfund erblickte nach beeindruckendem Drill das Licht der Welt.
Mit dem Spruch: 'Alles unter 10 Meter ist mein Revier' legte er kurz darauf noch einen schönen Lumb nach und zeigte den Hechtanglern, auch mit der Sückzahl seiner gefangenen Fische, was ein begeisterter Meeresangler so drauf hat.
Nun stellten sich auch im gesamten Team die ersten Erfolge ein. Andi fing auf Naturköder ebenfalls noch einen schönen Lumb und mit reichlich Seelachs im Gepäck ging es durch eine traumhafte Fjordlandschaft in den Hafen.
Tags darauf kam Svjen dann auch mal mit raus zum Fischen, zwei Stunden vor dem Tidehöhepunkt des einströmenden Wassers fuhren wir zu einem Plateau über 120 Meter Tiefe, ein Berg im Fjord der aus 400 Meter steil ansteigt.
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Davor lauerten die großen Köhler auf den Herbsthering, der mit der zum Teil 2 bis 3 Knoten starker Strömung in den Kragvagfjord (südwestlicher Zugang zum Trondheimfrord) reinzieht.
Beim Angeln kommt es nun auf ein gutes Team an. Beim Backtrolling steuert einer das Boot leicht rückwärts gegen die Strömung um vor bzw. über dem Plateau die Position zu halten.
Die beiden anderen lassen die Gummimaks mit vorgeschalteten 700g - Blei herunter und kurbeln nach Grundkontakt langsam 20 bis 30 Meter wieder hoch und lassen erneut absinken.
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Was wir dabei erlebt haben war anglerisch traumhaft, die aggressiven Einstiege mehrerer Köhler gleichzeitig und die enorme Kampfkraft dieser Fische hat uns begeistert.
Ohne Bauchgurte hätten wir echt aufgeben müssen und ich habe erlebt wie eine 50 Ibs-Rute mit einer Penn-Senator ihre Grenze erreicht hatte.
Als wir voller Angelglück diese im Durchschnitt 8 bis 12 Pfund schweren Fische nach oben pumpten, da meinte Svjen mal ganz locker: 'Das ist das Leben mein Freund, das ist Norwegen'.
Dann fängst du an darüber nachzudenken, welche Gründe es gibt, überhaupt wieder nach Hause zu fahren. Wir spürten jeden Muskel am Tag danach in unseren Körpern, wenn man diese Art des Angelns drei Woche bei eiweißreicher Nahrung durchzieht, sieht man aus wie Hoolg Hoogan.
Beim Backtrolling auf große Köhler ist das richtige Equipment unbedingt zu empfehlen, bei der starken Strömung sind Gewichte ab 500 bis 700 g, große Multirollen (Penn 330GTI) und kurze Ruten der 50Ibs - Klasse notwendig.
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Leider verloren wir durch die falsche Ausrüstung anderer den größten Fisch der Woche. Dirk hatte einen aggressiven Biss und pumpte bestimmt 15 Minuten das Teil nach oben, kurz vor dem Boot trieb plötzlich die Montage eines Nachbarbootes am 150g-Blei und verhakte sich in seinem Vorfach.
Der riesige Seelachs war weg, mir platzte der Hals und Fjordbrüller halte durch die Elchwälder, die Reaktion von Dirki möchte ich hier nicht weiter interpretieren.
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Es war auf alle Fälle eine fantastische Angelwoche, mit einem Spitzenteam, reichlich Spaß und Ablachen waren angesagt. Den größten Seelachs fing natürlich Jörgi mit 17 Pfund, aber das kennen wir ja auch nicht anders von unserem Angelprofi auf Bodden und Ostsee.
Danke auch noch mal an Dirk Kochkünste und vor allem an Johannes, der als Stammesältester ein absoluter Steher beim Angeln war und auch als Beifahrer ohne Schlaf, uns die Ohren abgekaut hat bis auf Großhirnrinde.
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Abschließend möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass auch in Norwegen die Fische nicht von allein ins Boot springen, auch wenn es vielfach so verkauft wird, gab es Angler, die dort auch schon sehr dürftig gefangen haben.
Also vorher richtig informieren und mit dem richtigen Angelgerät zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, dann kann ! es ein traumhafter Angelurlaub.
Petri Jens Feißel
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